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Zweijährige Berufsfachschule Technische(r) Assistent(in) für Informatik Drucken
Ausbildungsziel

Der Beruf Technische(r) Assistent(in) für Informatik orientiert sich an den Qualifikationsanforderungen der modernen Computertechnik und ihres Einsatzes in mittelständischem Gewerbe, bei Banken, Handel, Versicherungen und in der Industrie sowie in Instituten und Medien. Technische Assistenten/Assistentinnen arbeiten im Service, Beratung und Vertrieb, warten Computersysteme und Netzwerke oder nehmen diese in Betrieb. Sie programmieren Datenbankanwendungen, EDV-Lösungen oder technische Prozesse in Hochsprache und maschinennah. Die Ausbildung umfasst außerdem die Erweiterung und Vertiefung der Allgemeinbildung, der Fachtheorie und der Fachpraxis mit einem hohen Fachpraxisanteil in Laboren, Werkstätten und Projekträumen.

Aufnahmevoraussetzung

Sie können in diese Schulform aufgenommen werden, wenn Sie den Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) oder einen anderen gleichwertigen Bildungsstand nachweisen.
Sonstige Voraussetzungen: gute Noten im natur-wissenschaftlich-technischen Bereich, Englischkenntnisse
Die Aufnahme erfolgt nach Maßgabe freier Plätze. Sollte die Zahl der Anmeldungen die Aufnahme­kapazität überschreiten, wird ein Aufnahmeverfahren durchgeführt.

Dauer des Schulbesuchs

Die Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre und wird in vollschulischer Form durchgeführt.

Abschluss und Berechtigung

Sie erwerben den Abschluss „Staatlich geprüfte(r) Technische(r) Assistent(in) für Informatik“ und erhalten ggf. mit Bestehen der Abschlussprüfung gleichzeitig den Erweiterten Sekundarabschluss I. Darüber hinaus ist unter bestimmten Voraussetzungen der Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife möglich.

Unterricht

Der Unterricht findet von Montag bis Freitag statt. Er beginnt in der Regel um 07:50 Uhr und endet, je nach Stundenplan, um 12:55 Uhr oder an ein bis zwei Wochentagen auch um 14:00 Uhr oder 14:45 Uhr.

Unterrichtsfächer

Allgemeiner Lernbereich (Berufsübergreifende Fächer):
Politik
Sport
Religion
Mathematik

Beruflicher Lernbereich (Berufsbezogener Unterricht) mit den Lernfeldern:
LF1:Dokumente erstellen
LF2:Einzelplatzrechner einrichten und administrieren
LF3:Rechnernetze nach Vorgabe einrichten
LF4:Datenbanken planen, erstellen und pflegen
LF5:Software entwickeln und anpassen-
LF6:Elektronische Schaltungen entwerfen und aufbauen
LF7:Rechner in technische Prozesse einbinden
LF8:Internetzugang einrichten und nutzen
LF9:Betriebswirtschaftlich wirken

Projektarbeit

Zusatzangebot zum Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife:
Deutsch
Englisch

Während des Bildungsganges wird zusätzlich ein Projekt von insgesamt vier Wochen durchgeführt.

Durch fächerübergreifende Unterrichtsprojekte wird der Schwerpunkt auf eine breit angelegte berufliche Handlungsfähigkeit und Selbstständigkeit gelegt. Dabei üben die Schülerinnen und Schüler neben planerischen Handlungen, theoretischen Problemlösungen und deren praktischen Umsetzung auch Kooperation und Informationsaustausch im Team – integriert in ein Arbeitsvorhaben.

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung (Staatliche Prüfung) besteht aus einer schriftlichen, einer mündlichen und einer praktischen Prüfung.
Die schriftliche Prüfung umfasst 3 Klausuren in den Bildungsgang prägenden Lernfeldern mit einer Bearbeitungszeit von je 3 Zeitstunden.
Die ca. 20 Minuten dauernde mündliche Prüfung kann sich auf den berufsübergreifenden oder den beruflichen Lernbereich erstrecken.
Die praktische Prüfung erfolgt durch drei Aufgaben aus dem Bildungsgang prägenden Lernfeldern und dauert insgesamt 12 Zeitstunden.

Kosten

Der Schulbesuch ist schulgeldfrei.
Es entstehen Kosten für Schulbücher, Schreib-material, Hefte und Ähnliches sowie für Labormaterialien.
Sie können unter bestimmten Umständen eine Ausbildungsförderung nach den Bestimmungen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (Bafög) beantragen.